In den letzten Jahren gewinnt ein ganz spezieller Bodenbelag immer mehr an Bedeutung – der Steinteppich. Steinteppiche bestehen aus zahllosen kleinsten Steinchen, die später ähnlich wie Estrich mithilfe von Epoxidharzen verlegt werden. Zahlreiche positive Eigenschaften machen diesen Bodenbelag für vielfältige Ansprüche zum perfekten Bodenbelag. Außerdem können Sie Steinteppich innen, außen und selbst in Nassräumen verlegen.

Was ist eigentlich ein Steinteppich?

Steinteppich bestehen aus zahllosen einzelnen Steinchen, die es in verschiedenen Körnungen gibt. Am meisten verwendet werden Körnungen von zwei bis drei oder von drei bis vier Millimetern. Natürlich werden auch größere Körnungen angeboten. Das Material, aus dem die Steinchen für den Steinteppich bestehen, kann ebenfalls aus unterschiedlichen Natursteinen gewonnen werden. Besonders populär sind Quarzgesteine, aber auch Marmor. Es werden aber viele weitere Gesteinsarten verwendet, selbst Edelsteine wie Hämatit, Bergkristall, Jaspis oder grüner Aventurin werden verwendet. Zudem gibt es insbesondere Quarz- und Marmorsteinteppich-Steinchen naturbelassen und gefärbt. Das Farbspektrum deckt sämtliche RAL-Farben ab – auch Metallic-Farben sind möglich.

Beschaffenheit von Steinteppich-Mischungen und Untergrund

Je nach Körnung wird der Steinteppich in einer Schichtstärke zwischen 6 und 8 mm aufgetragen, aber auch bis zu 30 mm sind bei besonderen Vorhaben möglich. Die einzelnen Steinchen werden mit einem 2-Komponenten-Epoxidharz angerührt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem richtigen Mischungsverhältnis. Ebenso muss der Untergrund gut vorbereitet werden. Ist es ein besonders saugfähiger Untergrund, würde er das Harz aufsaugen und so die Steinteppich-Bindung deutlich verschlechtern. Schon nach wenigen Jahren würden sich erste Steinchen aus dem Steinteppich lösen. In unseren Anleitungs-Artikeln gehen wir dabei auf sämtliche Untergründe, aber auch die verschiedenen Materialien, aus denen Steinteppiche bestehen, ein. Denn auch Marmor ist besonders saugfähig. Also muss das Epoxid-Mischungsverhältnis auch an solche Besonderheiten angepasst werden.

Die besonderen Eigenschaften, die Steinteppiche so beliebt machen

Die optische Wirkung eines Steinteppichs alleine spricht schon für sich. Zudem können mithilfe von Schablonen die verschiedensten Design-Muster und Formen ausgearbeitet werden. Selbstverständlich gehen wir auch auf das Verlegen von Steinteppichen mithilfe von Schablonen ein. Wenn Sie einen Steinteppich barfuß betreten, werden Sie die Besonderheiten auch spüren. Steinteppich fühlt sich warm und behaglich an. Das liegt daran, dass Steinteppiche offenporig sind und Luft speichern. Daraus ergeben sich auch ausgesprochen gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften. Damit aber nicht genug. Aufgrund der offenporigen Struktur läuft Wasser praktisch durch den Steinteppich hindurch. Es können sich als weder Algen. Flechte oder Moose bilden.

Das Reinigen von einem Steinteppich

Damit wären wir auch schon beim Reinigen von Steinteppichen. Sie können trocken gereinigt werden, beispielsweise mit dem Staubsauger. Ebenso können Sie Steinteppiche nass wischen oder sogar mit dem Dampfreiniger säubern. Durch seine Eigenschaften staubt Steinteppich auch außergewöhnlich wenig. Damit ist er selbst für Allergiker erste Wahl, wenn entsprechende Stauballergien vorherrschen. Nicht empfehlenswert ist er nur dann nicht, wenn Allergien gegen Kunstharze bestehen. Dafür bietet er aber allen anderen Allergikern einen hervorragenden Bodenbelag: er wirkt wohnlich und behaglich – nicht aber steril, wie man sich den Bodenbelag für Allergiker ansonsten vorstellen möchte. Zudem können Baustoffe verwendet werden, die ansonsten in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben eingesetzt werden.

Der Steinteppich in wirtschaftlich genutzter Umgebung (Büros, Ladengeschäfte usw.)

Außerdem lädt sich ein Steinteppich nicht elektrisch auf. Damit ist er auch in Büros eine hervorragende Wahl. Darüber hinaus ist er auch bis zu 20 N/mm² belastbar. Auch für zahlreiche andere Anwendungen kommt er damit infrage. Außerdem ist ein Steinteppich auch noch härter als Metalle (beispielsweise Stahl). Damit bestehen nicht dieselben Probleme mit Abrieb wie bei Keramikfliesen. In Küchen sollte ein Steinteppich jedoch aus hygienischen Gründen versiegelt werden.

Hier hat er dann den weiteren Vorteil, dass er absolut rutschsicher ist – ebenso in Nassräumen. Hier muss ein Steinteppich aber nicht zwingend versiegelt werden. Weil jedoch ein Steinteppich wasserdurchlässig ist, muss der Untergrund ein leichtes Gefälle aufweisen, damit das Wasser hin zum Abfluss abfließen kann. Dasselbe gilt auch für den Außenbereich. Das bietet zusätzlich den Vorteil, dass nie Wasser auf einem Steinteppich gefrieren kann. Der Steinteppich ist damit auch in der kalten Jahreszeit sehr sicher. Lediglich beim Kunstharz sollten Sie explizit für den Außenbereich auf ein hochwertiges Produkt zurückgreifen, das der UV-Strahlung entsprechend widersteht.

Alles, was Sie zu Steinteppichen und deren Verarbeitung wissen wollen

Im Lauf der Zeit werden wir die Artikel rund um Steinteppiche immer weiter ausbreiten, das heißt, sämtliche Themen, die Sie als Do-it-yourself-Heimwerker in Bezug auf Steinteppiche interessieren, werden Sie hier finden. Natürlich gehen wir auch immer wieder konkret auf Fragen unserer geschätzten Leser ein und beantworten diese ausführlich. Denn aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen haben wir auch beste Kontakte zu den verschiedensten Baubranchen, Architekten und Produktherstellern, über die wir ergänzend wertvolle Informationen für Sie beziehen können.