Fliesen finden sich in wirklich nahezu jedem Haus. Sie erfreuen sich einer seit Jahrzehnten ungebremsten Popularität. So kommt es, dass Fliesen immer wieder auf unterschiedlichem Untergrund verlegt werden sollen. Wollt Ihr Fliesen auf altem Beton verlegen, müsst Ihr dabei ein paar Punkte berücksichtigen.

Fliesen sind einfach und schnell zu verlegen

Fliesen erfreuen sich vor allem auch deshalb einer so ungebrochenen Beliebtheit, weil sie auch jeder Heimwerker ohne große Mühen verarbeiten und verlegen kann. Dazu kommt eine nahezu unendliche Auswahl an unterschiedlichsten Fliesen:

– Keramikfliesen (Scherben)
– spezielle Fliesen wie Terrakotta
– Feinsteinzeug
– Natursteinfliesen (von Granit bis Marmor)
– Glasfliesen (neben klassischen Mosaikfliesen immer häufiger normale Größen als Glasfliesen)
– Zementfliesen

Jede Fliese mit dem passenden Kleber

Jede dieser Fliesenarten benötigt dabei ihren ganz speziellen Kleber. Einmal, damit dieser nicht unangenehm durch die teilweise halbtransparenten Platten und Fliesen durchscheint, aber auch, weil die unterschiedlichen Fliesenmaterialien unterschiedlich an verschiedenen Klebern haften bleiben.

Wie wir schon öfter erklärt haben, sollte man immer versuchen, möglichst auf flexible Fliesenkleber zurückzugreifen. Diese sind mit Kunststoffgranulat veredelt und dadurch erheblich flexibler. Selbst auf einem relativ weichen, nachgiebigen Untergrund wird so die steige Fliesenplatte stabil gehalten.

Fliesen auf einem alten Betonboden

Ein besonderer Untergrund ist der Betonboden, auf den Fliesen gelegt werden sollen. Hier muss zwischen altem und neuem Beton unterschieden werden. Wir wollen uns hier mit dem Verlegen von Fliesen auf einem alten Betonboden befassen.

Vorbereiten des alten Betons

Zunächst ist es wichtig, dass der Betonboden einigermaßen eben ist. Größere Unebenheiten können mit Nivellier- oder Fließestrich ausgeglichen werden. Große Risse oder herausgebrochene Stücke können Fliesenkleber verfüllt werden.

Die Wandanschlussfuge des Betonbodens

Besondere Aufmerksamkeit sollte auch der Einfassung, also der Umrandung gelten. Ein Betonboden sollte so verlegt sein, dass er schwimmt. Entsprechen wird eine Abschlussfuge benötigt. Wurde die bei einem alten Betonboden irgendwann in der Vergangenheit buchstäblich zubetoniert, muss die Fuge wieder geöffnet werden. Andernfalls können später die Fliesen auf dem alten Beton verspannen und reißen.

Saugfähigkeit und Konsistenz vom alten Beton

Nun müssen noch die Saugfähigkeit sowie die allgemeine Konsistenz des alten Betons überprüft werden. Mit einem Schraubenzieher kräftig über den alten Beton gezogen, sollten sich keine tiefen Furchen kratzen lassen. Zerbröselt aber der Beton förmlich, sollte er zumindest teilerneuert werden. Die Saugfähigkeit von Beton ist allgemein eher schlecht.

Bei einem hochwertigen alten Betonboden, der so gut wie kein Wasser aufnimmt, sollte daher vor dem Fliesen verlegen eine entsprechende Grundierung aufgetragen werden. Damit schafft es der Fliesenkleber, gut mit dem Untergrund abzubinden und auszuhärten. Ein sehr alter Betonboden kann aber auch sehr stark saugend sein. Dann muss der Beton ebenfalls behandelt werden, um dem Fliesenkleber nicht zu schnell das Wasser zu entziehen.

Die Fliesen nun auf dem alten Beton verlegen

Das Fliesen auf einem alten Beton erfolgt dann, wenn all diese Vorbereitungen getroffen wurden, wie das Fliesen verlegen auf einem herkömmlichen Estrich. Zuerst werden die Fliesen verlegt, dann die Fugen verfugt. Zum Schluss wird dann die Wandanschlussfuge mit geeignetem Silikon gefüllt. Das war es dann auch schon.

Tipps, Tricks und Besonderheiten

Entsprechende Beton-Grundierungen für Fliesen finden Sie hier. Auch sämtliches Werkzeug zum Fliesenlegen finden Sie hier. Für Fliesen dagegen bieten sich zahlreiche Seiten an – von Auktionsplattformen bis hin zu Baumarktangeboten in der realen Welt oder auch online.