Essig ist ein beliebtes Hausmittel zum Entkalken verschiedenster Haushaltsgeräte. Noch besser zum Entkalken geeignet sind aber Essigsäure oder Essigessenz. Aufgrund der chemischen Eigenschaften sollte jedoch nicht jedes wasserführende Gerät mit Essig oder Essigsäure entkalkt und gereinigt werden. Dafür entkalkt Essigsäure nicht nur, sondern bringt noch andere Vorteile mit sich.

Was ist Essig bzw. Essigsäure

Essig gehört zu den ältesten Lebensmitteln, die Menschen herstellen. Essig und Essigsäure werden umgangssprachlich oft gleichgestellt. Es kann also Essig gemeint, aber von Essigsäure gesprochen werden. Gewonnen wird er aus sauren Säften und Alkoholgetränken, so unter anderem:

– Wein, Rot- als auch Weißwein (Weinessig)
– Branntwein, klarer, geschmacksneutraler Alkoholessig
– Obst (Apfel, Birnen, Erdbeeren, Trauben usw.)
– aus verschiedenen Hölzern
– synthetisch

Gut zum Entkalken und antibakterielle Wirkung zum Reinigen

Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften neutralisiert die Essigsäure Carbonsäuren und stellt damit eine Balance her. Daher wird auch Kalk abgebaut. Darüber hinaus wirkt Essig aber auch antibakteriell. Daher waren essighaltige Getränke bereits in der Antike nicht nur populär, sondern auch gesundheitsfördernd, weil es Bakterien im Trinkwasser abtötete. Römische Legionäre waren generell mit einem Wasser-Essig-Gemisch ausgestattet.

Heute gibt es Essig in drei Formen, wie er haushaltsüblich verwendet wird:

– als Essig (Anteil Essigsäure 5 bis maximal 15,5 Prozent gesetzlich vorgeschrieben)
– Essigessenz (25 Prozent Essigsäure)
– verdünnte Essigsäure (unterschiedlich konzentrierte Lösungen)
– Essigsäure pur (Eisessig, da der Erstarrungs-/Gefrierpunkt bei 17 Grad Celsius liegt)

Nachteile von Essig: die Essigsäure reagiert mit Kupfer

Allerdings wirkt Essigsäure oxidativ auf Kupfer und damit auch die Kupferlegierung Messing. Auf der Oberfläche entstehen Essigsalze (Kupferacetat oder besser bekannt als Grünspan, was oft als Fungizid verwendet wird). In zahlreichen Haushaltsgeräten befinden sich in den Wasserleitungssystemen Kupferdichtungen oder sogar Kupferrohre. In diesem Fall ist Essigsäure zum Entkalken nicht empfehlenswert.

Weshalb das Entkalken einer Waschmaschine mit Essigsäure sinnvoll ist

Dennoch bietet beispielsweise das gelegentliche Entkalken einer Waschmaschine auch wertvolle Vorteile. Dadurch, dass Essigsäure Bakterien abtötet, werden auch unangenehme Gerüche in der Waschmaschine neutralisiert, da diese von Bakterien ausgehen. Dazu wird die Waschmaschine auch noch entkalkt. Selbstverständlich können Sie aber auch andere Geräte und Gegenstände wie Wasserkocher, Töpfe (kein Kupfer oder Messing natürlich), WC-Spülkästen oder Sanitärarmaturen mit Essigsäure entkalken.

Mit Essig oder Essigsäure richtig entkalken

Zum wirkungsvollen Entkalken lassen Sie die Essigsäure optimal über Nacht einwirken, da es lediglich eine mittelstarke Säure ist. Eine Waschmaschine entkalken und reinigen Sie so, indem Sie eine entsprechende Wassermenge mit Essigsäure in einem Waschprogramm laufen lassen und vor dem Abpumpen das Gerät ausschalten. Am nächsten Tag wird die Waschmaschine abgepumpt und dann klar gespült.

Tipps & Tricks

Natürlich gibt es neben Essig oder Essigsäuren noch weitere Möglichkeiten zum Entkalken. So können Sie beispielsweise mit Zitronensäure entkalken. Natürlich können Sie aber ebenso einen handelüblichen Entkalker verwenden.

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